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NEWS RUND UM KKE Records

Konzert und Aufnahmen im Sendesaal Bremen

Es waren wieder lange Tage (und Nächte) im Bremer Sendesaal. Aber es hat sich sicherlich gelohnt. Das Frielinghaus Ensemble hat zwischen Elbphilharmonie und weiteren Konzerten in Stuttgart und der [...]

Streichquintette im Januar 2025

»Neujahrskonzert« Die traditionelle Neujahrstour des Frielinghaus Ensembles mit zehn Konzerten vom Norden, über die Elbphilharmonie (4.1.), den Bremer Sendesaal (7.1.), weiter nach Stuttgart (11.1.) und im Februar in die [...]

»Spannend gespieltes Klangporträt«

»Spannend von der ersten bis zur letzten Note« (...) Der Komponist sagte, er sei »besessen von der ungarischen Folklore«, und das hört man in diesem substantiellen Stück (Streichtrio von [...]

NEUESTES ALBUM IM FOKUS

ab 03.03.26 im Handel & auf allen Streamingplattformen.

Ängstlichkeit und Zuversicht –

Joachim Schweppe vertont Georg Trakl

»Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten, folg ich der Vögel wundervollen Flügen, die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen, entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.« Die ersten Zeilen des berühmten Gedichtes »Verfall« von Georg Trakl (1887-1914) aus dem Jahre 1913 formulieren ebenso eine Hoffnung, wie sie ein düsteres Zeitalter am historischen Horizont aufziehen sehen. Utopie und Ängstlichkeit, Zweifel und Zuversicht greifen hier Hand in Hand – Trakls lyrische Sprache könnte aktueller nicht sein. Sie scheint geradezu nach einer Umsetzung in musikalischen Klang zu verlangen, um die in ihr verbürgte Hoffnung in Form von Tönen akustisch erfahrbar zu machen.

Der Hamburger Komponist und Organist Joachim Schweppe (1926-1999) hat diesen ästhetischen Auftrag kongenial aufgegriffen. Wie Trakl selbst kriegserfahren und -verstört, nimmt er die Zeilen des Gedichtes im folgenschweren Jahr 1968 zum Anlass eine in die Zukunft weisende Musiksprache zu erschaffen, die sich in seiner Trakl-Symphonie zum Ausdruck verhilft. Dieses Werk ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein Juwel, insbesondere, weil es eine ästhetische Verbindung verschiedener Zeiten und Wahrnehmungsweisen in Aussicht stellt. Dieser Status eines ›Zwischen‹ macht sich auch in Schweppes, erst kurz vor seinem Tod vollendeten Konzert für Englischhorn bemerkbar. Eine atemberaubende und zeitlose musikalische Schönheit wird hier mit einer melancholischen Reminiszenz kombiniert, die das unverwechselbare Timbre des Instruments voll zur Geltung bringt.

Die CD-Veröffentlichung findet anlässlich Schweppes 100. Geburtstag am 3. März 2026 statt.

Joachim Schweppe (1926-1999)

Konzert für Englischhorn und Orchester (komp. 1986/98/99)
Ramón Ortega Quero, Englischhorn
Kammerensemble Konsonanz | Gustav Frielinghaus, Violine & Leitung

Zweite Sonate für Klavier und Violine (komp. 1954)
Jaan Ots, Klavier | Gustav Frielinghaus, Violine

VERFALL (»Trakl-Sinfonie«) (komp. 1978)
Orchestergesänge nach einem Gedicht von Georg Trakl
Juliane Banse, Sopran
Frielinghaus Ensemble & Bremer Bläsersolisten | Gustav Frielinghaus, Violine & Leitung

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FRIELINGHAUS ENSEMBLE

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Streichsextett d-Moll, op. 70 „Souvenir de Florence“

Das Frielinghaus Ensemble live aus der Elbphilharmonie vom 8. Januar 2020. Wenige Tage später entstand die Studioaufnahme im Sendesaal Bremen für die CD Veröffentlichung.

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